Carnide

Carnide

Beschreibung

Carnide ist eine Stadtgemeinde (Freguesia) im Norden Lissabons, nahe der Stadtgrenze zu Odivelas. Größtenteils besteht sie aus modernen Wohnhäusern, doch ihr alter Kern wirkt noch wie ein Dorf: In maurischer Zeit war dieses Land die Kornkammer, die Lissabon ernährte.

Der alte Ortskern von Carnide hat enge Gassen, alte öffentliche Brunnen und einen Musikpavillon von 1929. Die Kirche São Lourenço, gegründet 1342, steht in einem ummauerten Hof, gesäumt von Olivenbäumen.

Im Viertel Luz besitzt die Kirche Nossa Senhora da Luz eine mit Marmor geschmückte Kapelle, ein vergoldetes Holzretabel von Francisco Venegas und Diogo Teixeira und das Grab der Infantin Maria, Tochter König Manuels I.

Luz verdankt seinen Namen einem Traum. 1463 erzählte ein junger Mann, Pero Martins, er habe die Muttergottes mit dem Kind und ein Licht gesehen; im Jahr darauf wurde in Anwesenheit König Alfons' V. der Grundstein ihrer Kirche gelegt. Ein manuelinischer Bogen und hispano-arabische Fliesen aus dieser ersten Kapelle sind im südlichen Teil der Kirche erhalten.
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